Männer – Menschen – Frauen

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[TALK YOUR WALK]
[Frauen]
[Macht]
[Gender]
[Framing]
[Frauenvolksbegehren]

Mutterrolle, Kindererziehung, unbezahlte Arbeit, Pflegearbeit, Wahlfreiheit, sexualisierte Gewalt, Gleichbehandlung, Gläserne Decke, Gender Pay Gap, ,… – viele Aspekte des täglichen Lebens legen wir gewohnheitsmäßig unter „Frauenthemen“ ab.

Und dieser „Frauenbereich“ steht einem „Männerbereich“ gegenüber. In diesen Topf gehören Körperkraft, Autos, bessere Bezahlung, das Auswechseln von Glühbirnen, eine gewisse Unfähigkeit in Sachen Kommunikation und Beziehung, Sport und Fernsehen. Oder? Weiterlesen →

05. März 2018 von Axel Grunt
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Fortsetzung: [Schlanker Staat]

[schlanker Staat]
[asozialer Staat]
[Framing]
[Gemeinschaft]
[wir sind der Staat]

Gestern habe ich davor gewarnt, das [Framing] vom [schlanken Staat] zu übernehmen. Weil wir vor einer Situation stehen, in der Schwarzblau [bewusst] die [Gemeinschaft schwächen will]. Sie erzählen dazu die Geschichte vom [schlanken Staat] mit [gesundem Staatshaushalt], dahinter verbirgt sich kranke Politik.

Weiterziehen will ich die Debatte anhand einer Frage auf Twitter: Weiterlesen →

28. Februar 2018 von Axel Grunt
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Eilt: [Schlanker Staat]

[schlanker Staat]
[Framing]
[Leistungen]

Weil die Debatte gerade wieder anläuft:

schlanker staat

Ein schlanker Staat ist ein Staat, der nicht mehr viel leisten kann.

Könnt ihr bitte sofort wieder aufhören, das konservative [Framing] vom [schlanken Staat] zu übernehmen? [Schlank] verstehen wir generell als positiv, siehe „Weg mit dem Speck“. Reden wir von dem, was tatsächlich passiert: von einem [geschwächten staat], von einer [bewusst] [geschwächten Gemeinschaft], davon, dass Schwarzblau den Menschen in Österreich wichtige Leistungen und Aufgaben wegnehmen werden.

„Schlanker Staat“ ist ein Schuss ins eigene Knie! Weiterlesen →

27. Februar 2018 von Axel Grunt
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Ich mag Nebel

[Politik]
[Framing]
[Nebel]
[Täuschen]

Ich mag Nebel.
Die Welt wird still, die Feuchtigkeit in der Luft legt sich als feiner Schleier aufs Gesicht, die Welt um mich verschwimmt und verschwindet.

nebel

Verschwommen? Vernebelt? Veschleiert? Framing!

Auch ein Grund, warum ich Nebel mag: Ich kann ihn nicht beeinflussen. Nebel nebelt, weil er es für richtig hält. Er fragt mich nicht vorher. Darum halte ich im politischen Kontext die „Nebel“-Metapher für unbrauchbar. Weiterlesen →

21. Februar 2018 von Axel Grunt
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„Natürliches Rechtsempfinden“ – Schluss der Debatte

[Strafrecht]
[Missbrauch]
[Edtstadler]

Also gut.
Karoline Edtstadler meint, höhere Strafen könnten Triebtäter abhalten und das „natürliche Rechtsempfinden“ werde durch milde Urteile verletzt. Dies würden Internetpostings oder auch Gespräche mit der Bevölkerung am Land zeigen.

Ein gefährliches Framing der Staatssekretärin.
Steht dem „natürlichen“ Rechtsempfinden ein „unnatürliches“ gegenüber? Reden wir hier vom „gesunden Volksempfinden“? Wenn ich eine andere Meinung zu Themen wie Strafhöhen oder Sinnhaftigkeit von Strafen habe, als sie sich in „Gespräche mit der Bevölkerung am Land“ zeigt, bin dann ich „unnatürlich“? „Widernatürlich“? Weiterlesen →

09. Februar 2018 von Axel Grunt
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Re-Framing Politik: Eh alles nutzlos?

[TALK YOUR WALK]
[Politik]
[Optimismus]
[Zalando]

Eigentlich sind ja alle PolitikerInnen nutzlose AbzockerInnen, nicht wahr? Inkompetent, nur wegen ihres Parteibuchs in ihren Ämtern. Und dort bleiben sie hocken, diese SesselkleberInnen. Außerdem kann die Politik eh gar nichts machen. Wird alles „in Brüssel“ entschieden oder von der Globalisierung.

Kennen Sie diese Einschätzungen? In Kommentaren der Online-Medien finden wir sie genauso wie in LeserInnenbriefen oder in den Aussagen vieler PolitikerInnen.

kapow_klJa, auch PolitkerInnen bedienen sich dieses Framings. Und sie beschädigen dabei jedenfalls das gesamte demokratische politische System, manchmal auch sich selbst. Weiterlesen →

04. Februar 2018 von Axel Grunt
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NÖ Landtagswahl 2018 – Trendwende für die Grünen?

[Grüne]
[Niederösterreich]
[Landtagswahl]
[Framing]
[Politik]

Zwei Tage nach der niederösterreichischen Landtagswahl. Die Grünen haben mit 6,42 Prozent die Erwartungen leicht übertroffen und bleibenlogo grüne nö im Landtag. Eine Menge Menschen teilen jetzt die Sorge, dass die Grünen sich nach dem Wahldebakel vom Oktober zu rasch ausruhen könnten. Dass das einigermaßen verschmerzbare Ergebnis der NÖ-Wahl zu einer verfrühten Entspannung führen könnte. Unter diesen Menschen befinden sich auch mehrere aktive PolitikerInnen. Weiterlesen →

30. Januar 2018 von Axel Grunt
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TALK YOUR WALK 01/2018 – Das Framing von Politik (Workshop)

Liebe KollegInnen, FreundInnen, AktivistInnen, KommunikatorInnen,

ich wünsche Ihnen ein wunderbares 2018, möge es Ihnen gelingen, Ihren Pinguin zu entdecken!
Was für einen Pinguin? Mir ist ein kluger Text von Eckart von Hirschhausen zugeflogen. Und diesen teile ich mit Ihnen anstelle von Neujahrsvorsätzen (s.u.).

Keine weiteren Vorsätze brauche ich auch für die Fortsetzung der im vergangenen September gestarteten TALK YOUR WALK-Serie. Das Ziel dieser „Praxisbausteine in politischer Sprache, Framing, Rechthaben wollen und empathischem Zuhören“: Das eigene Anliegen so ausdrücken, dass es so ankommt, wie Sie sich das wünschen. Der erste Termin: 26. Jänner, das erste Thema: Das Framing von Politik. Weiterlesen →

17. Januar 2018 von Axel Grunt
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#schwarzblau – Widerstand ist zwecklos!

[Widerstand]
[schwarzblau]
[Politik]
[Framing]

Dezember 2017. Wieder einmal ist in Österreich eine schwarzblaue Bundesregierung angelobt. „Unser aller Widerstand wird wichtiger sein denn je!“, schreibt Attac im aktuellen Newsletter. „Schon Widerstand!jetzt zeichnet sich ab, dass uns in den nächsten Jahren eine Regierung der sozialen Kälte und eine Politik im Interesse von Reichen und Konzernen bevorsteht.“ Ein langer Newsletter. Ohne Perspektive, ohne positive Botschaft. Weiterlesen →

20. Dezember 2017 von Axel Grunt
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Muss man als PolitikerIn ahnungslos sein?

[Politik]
[Expertise]
[Demokratie]

Die ÖVP-Ministerriege werde zu 50 Prozent aus Frauen und zu zwei Dritteln aus Experten und Expertinnen bestehen,“ sagt Sebastian Kurz laut ORF.at.

Okay. ÖVP-PolitikerInnen sind also keine ExpertInnen für ihre Bereiche. Wenn Kurz es so sagt, will ich ihm glauben. Weiterlesen →

16. Dezember 2017 von Axel Grunt
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RassistInnen? Gibt es keine!

[TALK YOUR WALK]
[Gruppenzugehörigkeit]
[Migration]
[Integration]
[Rassismus]

Wenn der Tschusch sich schleichen soll, wenn der Neger, der Drogendealer, der Asylant an die Wand gestellt gehört, wenn der nächste „Einzelfall“ und die nächste „Jugendtorheit“ bekannt wird, wenn „Moslem-Mama-Mikl“ an den Pranger gestellt wird, dann diskutieren wir einmal mehr über wachsenden Rassismus in der Gesellschaft. Über „wehret den Anfängen“.

Eine Antwort, die uns weiterbringt, ist bislang anscheinend nicht herausgekommen. Ich versuch es mal mit der folgenden Behauptung:

Kein Mensch ist RassistIn. Menschen suchen Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Weiterlesen →

30. November 2017 von Axel Grunt
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Falschparken ist richtig!

Morgen beginnt der Advent. Bereits heute besonders lustig: der ÖAMTC!

[Falschparken] ist wie das Wort schon sagt, äh, [falsch]. Für den ÖAMTC trotzdem anscheinend eine zu tolerierende [Selbstverständlichkeit]: Weiterlesen →

30. November 2017 von Axel Grunt
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Re-Framing Automobil: Verluste sind verzichtete Gewinne

[TALK YOUR WALK]
[Mobilität]
[Autofahrer]
[Individualität]

Die meisten von uns fahren Auto. Manchmal, seltener, öfter, täglich. Ich zum Beispiel etwa einmal im Vierteljahr. Ich begreife mich dabei nicht als „Autofahrer“. Sondern als jemanden, der dann  ein Auto benutzt, wenn es mein Leben leichter macht.

Gibt es eigentlich „AutofahrerInnen“? Weiterlesen →

30. Oktober 2017 von Axel Grunt
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Newsletter: Rückblick Nationalratswahl, TALK YOUR WALK „Mobilität“

Liebe KollegInnen, FreundInnen, AktivistInnen, KommunikatorInnen,
dieser TALK YOUR WALK-Newsletter bringt Ihnen zwei Themen nachhause:

  • Eine Rückschau auf die Nationalratswahl vom vergangenen Sonntag
  • und eine Einladung zu den laufenden themenspezifischen Framing-Abenden TALK YOUR WALK (Thema „Mobilität“ – Freitag, 20.10., 19 Uhr in Wien), es gibt noch freie Plätze.

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18. Oktober 2017 von Axel Grunt
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„Die WählerInnen haben uns vernichtet!“ – Grüne Ursachensuche nach der Wahl

[Framing]
[Schuld]
[Verantwortung]

„Es gilt einmal zuzuhören – insbesondere den Wählern und Wählerinnen, die uns bei dieser Wahl nicht gewählt haben. Ich will an dieser Stelle sagen: Man kann mich ansprechen, mir eine Mail schicken. Mich interessieren die Gründe dafür.“

Liebe Maria Vassilakou,
so wirst du im Standard zitiert.

Wir beide kennen einander schon so lange, dass ich noch daran gewöhnt bin, dich Maria zu nennen und nicht Mary. Wie oft habe ich schon mit dir und anderen Grünen SpitzenfunktionärInnen das Gespräch gesucht. Geredet habe ich (ich nehm jetzt mal nur die wichtigsten WienerInnen) mit dir, mit David Ellensohn, mit Joachim Kovacs und mit Andreas Baur.

Also nicht mit irgendwelchen No Names sondern immerhin mit der Vizebürgermeisterin, dem Klubobmann im Rathaus, dem Landessprecher und dem Pressesprecher der Vizebürgermeisterin.

Meine Kritik an den Grünen (die auch Christoph Chorherr immer wieder formuliert):

  • Die Grünen erzählen keine eigene Geschichte. Sie haben keine kommunizierbare Vorstellung, was eigentlich Grüne Politik ist. Sie erzählen ihre Positionen und Werte auf eine untaugliche Art. Insgesamt: Sie haben keine Framing,  keine „Grüne Erzählung“. Nicht für Wien, nicht für Österreich.
  • Die Grünen haben keine konkreten anwendbaren Konzepte zu eminent Grünen Themen wie Partizipation (Heumarkt!) oder Stadtentwicklung/Öffentlicher Raum (Mariahilferstraße!)
  • Die Grünen reagieren auf Kritik sehr empfindlich, wer widerspricht bekommt kein Wertschätzung sondern eine Erklärung, warum die Grünen trotzdem richtig liegen.

Die Antworten sind in diesen Gesprächen und Mailwechseln immer dieselben:

Du hast ja so Recht. Da müssen wir dringend was machen. Aber jetzt passt es gerade nicht. Wir haben einen wichtigen Strategieprozess laufen. Du weißt ohnehin, wie überarbeitet wir sind. Besonders frustrierend habe ich gefunden: „Ich habe schon so viele Framing-Vorträge gehört“.

Das Ergebnis:

Seit Jahren entwickeln sich die Grünen Positionen, deren politische Vermittlung und Umsetzung nicht adäquat weiter.

Als beispielhaft für die Resistenz, für die Veränderungsunwilligkeit erlebe ich die Antworten, die Grüne FunktionärInnen derzeit nach dem Wahl-Debakel vom 15. Oktober geben:

  • Die WählerInnen haben uns vernichtet.
  • Weil die aus taktischen Gründen rot gewählt haben.
  • Hätten wir doch Pilz auf 4 gewählt.
  • Die rechten Populisten haben es nun mal viel leichter als wir.
  • Im Duell an der Spitze sind wir zerrieben worden.
  • Die mediale Berichterstattung war von einem rauen kritischen Ton geprägt.

Wer hat also das Ergebnis zu verantworten? Die WählerInnen, der Pilz und die Medien.

Sprachlich werden die Probleme externalisiert. Verantwortlich sind die externen Entitäten WählerInnen, Pilz, Medien – und nicht wie WIR GRÜNE mit unseren WählerInnen umgehen, wie WIR SELBST unsere Listen wählen, wie WIR POLIT-KOMMUNIKATORiNNEN unsere Geschichten an die Öffentlichkeit tragen. Das mag implizit gemeint sein, für Gutwillige aus dem Kontext hervorgehen. Ich bin aber nicht gutwillig. Ich erwarte mir von PolitikerInnen klare Worte.

Bislang habe ich nur bei Joachim Kovacs die Bereitschaft gefunden, die Ursachen klar bei sich selbst zu suchen: „Wenn man über 2/3 seiner Wähler_innen verliert, mag es viele Gründe dafür geben. Einer, und zwar der Wichtigste, ist man selbst.“

Liebe Maria,

ich könnte noch lange weiterschreiben. Der Kürze halber zwei Links zum Weiterlesen:

„Essentially Contested Concepts“ – zum Framing der Grünen Wahlkampfplakate
Klimawandel – warum wir über das Wetter reden sollten

Ich bin bestürzt über das Wahlergebnis. Und ich bin hoffnungsvoll, dass es die Grünen als Chance wahrnehmen. Ich würde mich unendlich freuen, wenn wir zu den skizzierten Baustellen ins Gespräch kommen.

Alles Liebe
Axel

17. Oktober 2017 von Axel Grunt
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