Das linke Heimatdilemma

[Heimat]
[Alternativ]
[SPÖ]
[Ludwig]

Selbst der dunkelroteste Kommunist wohnt irgendwo. Hat ein Zuhause, ein Heim. Der Begriff [Heimat] gilt trotzdem als konservativ. Kirche, Lederhosen, Blut und Boden, Kleinstadtcharme, Mutter-Vater-Kind.

DHeimat Kaunertalas hat die Van der Bellen-Kampagne zu ändern versucht. „Heimat braucht Zusammenhalt“, „An Österreich glauben“.
Astrid Rössler hat in Salzburg dasselbe versucht. „Heimat beschützen“, „mehr Zusammenhalt und Menschlichkeit“.

Zu Ende gedacht hat es keine dieser Kampagnen. Die Bilder bringen keine alternative Erzählung.
Van der Bellen wandert im Kaunertal, Rössler zupft Kindern die Tracht zurecht.Rössler_Heimat beschützenDerartige Sujets verwenden FPÖ- und ÖVP-PolitikerInnen bereits seit Jahrzehnten.

Jetzt kommt Michael Ludwig.
Der neue SPÖ-Chef und baldige Wiener Bürgermeister setzt in seiner anlaufenden Image-Kampagne auf 4 Themen.
Chancen, Wachstum, Digital und eben Heimat.

SPÖ Heimat„Heimat ist dort, wo man sich nicht erklären muss“. Kann mir das bitte jemand erklären?

Auch die SPÖ erspart sich die Mühe mir als potentiellem Wähler zu verraten: Wie stellen wir , die Wiener SPÖ, uns Heimat vor? Was sind unsere Pläne für deine Heimatstadt Wien? Wie wollen wir hier das Zusammenleben gestalten? Darauf muss eine Stadtpartei Antworten geben. Nur den Begriff Heimat im Mund zu führen, stärkt das etablierte Framing, also das konservative.

03. Mai 2018 von Axel Grunt
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